Es ist schon korrekt gelesen, wenn man sich in Österreich aufhält sollte man Swingerclubs größtenteils meiden wenn man nicht auf Zeltfestniveau und  männliche Provinzimaginationen von Sexualität abfährt.

Primatenstudien sind natürlich möglich.   Bonobos gibt es im Hobbitland zuhauf. Was soll man auch anderes tun bei der Kultur hier wirst du fragen und so ist erklärt weshalb ich recht gern Binge Watching betreibe. wenn ich nicht meinen ökologischen Fußabdruck mit Kerosin belaste um genau all dem zu entkommen. Aber ich liebe die Eichhörnchen im Stadtpark.Und den SK Sturm.  

Unreal liebte ich auch, fast durchwegs drei Seasons lang, obwohl sich in der dritten Staffel angedeutet hat was nun zum bitteren Ende führt. Von dem man sich in der letzten Folge bestürzt fragt wofür die sieben Folgen davor gut gewesen sein könnten, wenn als Endergebnis all dessen Quinn und Chet Mammi und Daddy für die kleine Soziopathin spielen.  

Unreal ist noch immer sogwirkend schnell und emotional mitreißend, einfach durch den schulterklopfenden Bestätigungsfaktor, nichts anderes denkt man sich ja von diesen evolutionären Rückschritten namens Reality Shows. Vielleicht liegt es am Thema das keine Steigerung mehr ermöglicht wird, bereits das All Star Format ist ein wenig haarherbei.  

Und auch Shirin Applebys vielfältiges Gesicht, diese perfekt überzeichnete aber letztlich nahe am realen orientierte persönlichkeitegestörte Rolle der Rachel Goldberg wird nochmals unwiderstehlich auf die Spitze getrieben.
 
Während Quinns Wandel blass und nicht nachvollziehbar bleibt, Baby fast im Bauch oder nicht, und Chet bereits seit mehreren Seasons unbedeuteter Hampelmann ist und bleibt, so ist Rachel natürlich ein Orkan, der durch das Binge Zimmer trampelt und noch mehr vögelt als sonst.‘

Und noch belanglosere und schlechtere Auswahl hat. Die traurige Basis all dessen tritt bei der übertriebenen Sinnlosigkeit und Beliebigkeit von Rachels Aktionen die in plumpen Plots enden, welche bis zum Vergwaltigungsthema im Showbusiness führen, das tatsächlich als Schockmoment gebraucht, um das Leben einer Kandidation  zu zerstören sucht.

Rachel ist nicht mehr bei Sinne ja, aber alles wirkt längt trotz der bleibenden Spannung wie ein undurchdachter und meist schlechter unflätiger Scherz.  

Was immer vielleicht mit dieser Staffel erreichen wollte, man verkalkuliert sich maßlos. Und das nicht nur von der moralischen Seite in Metoo Zeiten so einen Scheiß zu fabrizieren.

All das raubt dem ohnehin immer an der Grenzlinie zum Übertreibenden und Unglaubwürdigen agierenden Setting der Serie den letzten Nerv, oder denkt wirklich jemand trotz allem Dünnschiss der weiterhin produziert wird im Hollywood von heute, könnte eine solche Serie Bestand haben und es würden lediglich so laue Konsequenzen entstehen.

Aber das waren ansatzweise bereits bei Mord und Totschlag aufkeimende Ärgernisse aus den alten Seasons.   Nun hat man sich leider selbst hingerichtet. Vielleicht ja mit voller Absicht aus Einstellungsfrust.