Leben ist in jeder Nische immer eine Frage der Wahl, so auch auf den Streamingplattformen unserer Wahl. Was defintiv problematisch zu werden beginnt ist die endlos anschwellende Menge an digitalisierter und /oder kultureller Information jeglicher Colour. 


Learys

“ Wer als Idiot auf die Reise kommt auch auch als ein solcher zurück „

ist nicht nur auf Lsd anzuwenden sondern eine erschreckend perfekte Analogie zur Moderne und Postmoderne des noch im beginnenden watenden dritten Jahrtausend unsinniger Zeitrechnung.

Nun, das neue und meanwhile in die Produktion einer zweiten Staffel vertiefte nicht mehr neue aber köstliche Talkformat des kauzig bärtig wunderbaren David Letterman verdient es überaus hell am Sternenhimmel meiner redaktionellen Weisheit zu strahlen.


Wenn er uns in Folge eins mit chirurgischer und dennoch entspannter Weisheit und einem blenden gelaunten wie auch entzückend aber leider nicht mehr wählbaren Barack Obama und offenen Armen empfängt wird einem wieder einmal wie in der Serien und Filmkultur an sich bewusst wie viel smarter und variabler, offener und empathischer angelsächsische Medienkultur funktioniert und produziert.

Alles was jemals in diesem Metier auf Deutsch erschaffen wurde hechelt selbst einem auf Netflix verparkten Durchschnittswerk hinterher ohne einen Horizont zu erahnen. 


Die Hauptfigur außen vor gelassen, wo könnte man einen Letterman in der Trostgoethelosigkeit des Betrauerns kein altdeutsches Reich zu sein irgend etwas finden, man müsste französisch lernen, aber ich bin weder anglo noch frankophil oder meiner Heimat entfremdet, ich spreche nur aus was eigentlich traurig macht.


Harald Schmidt

sei zu erwähnen, und wir wissen wen dieser als Vorbild mit nennen würde. Nun, wie auch immer, die leidliche Diskussion verstumme in der fröhlich frohen Huldigung einer wunderbaren ersten Staffel, die zwar das Obama Niveau alleine aufgrund der Gästeliste nicht ins Ziel retten kann.

Aber einem zweiten Höhepunkt mit der einzigartigen und liebens ohne Ende werten Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die sichtlich etwas überfordert und verwundert aber dennoch ein Gast und ein Guide in Oxford ist wie man ihn sich nur wünschen könnte.

 
Meine Podcasts

setzen an dieser Linie an, ich schnurre in der Rückerinnerung wie diese Sendung aufgezogen wurde auch wenn man sich den Teil in dem Letterman sich außerhalb der Talk Bühne mit seinen Gästen trifft wie die ganze Sendung jeweils um eine halbe Stunde länger gewünscht hätte.

Vom Burger mit George Clooney, der in der zweiten Folge nahe daran ist Obama zu toppen und wieder einmal beweist was Prominenz auch sein kann. Dies gilt natürlich auch für den Master himself, der mit seinem Bart und seinem Sohn gereift sein dürfte.


Es ist erstaunlich das die Reviews zu My Next Guest in den States freundlich und wohlgesonnen aber nicht überschwenglich ausfallen, was aber ein Fingerzeig dahingehend ist, welche Qualität man gewohnt ist.

Im Europa der Biederkunst wäre diese Sendung Jahrzehnte lang einzigartig, man sehe sich danach die durchaus für sich allein stehende wunderbare Sternstunde Philosophie an oder zappe zu Maischberger um mein aufgeregtes Fischeschnappen zu begreifen. 


Der Jim Carrey der Talkmaster lässt einen hoffen das Schmidt ebenfalls auf diesem Niveau zurückkehren würde um die peinliche deutsche Fersehmisere ein wenig zu begradigen. Und was noch wichtiger und deutlicher wird :

Die Produktionskraft der Streamingdienste und wir sind noch lange nicht am Ende, auch das pure Prosumer wird seinen Erfolgsweg nach dem verwässerten Beginn gehen, all diese Faktoren werden Fern(!!!)sehen(!!!) wieder zu etwas machen das sich aus echter Kreativität und Intelligenz speist. Trotz RTL und Krone TV. Eine Arte im besten Sinne.

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