Ausgehend von der Arte Dokumentation “ Die Unsterblichkeits-Formel“, welche ich bereits vor einem Jahr und nun zufällig wieder sehe, sowie dem manchmal etwas oberflächlich positiven aber nichts desto trotz mindblowenden Studiums von Michio Kakus “ Die Physik der Zukunft “ und meiner eigenen, sich im Lauf der Zeit wie ein geistiges Australien entwickelte transhumanistische Grundschwingung explodiert und begegnet uns hiermit eines der entscheidendsten Themen aller Zeiten.

Eigentlich das Einzige um welches sich menschliche Kultur seit Anbeginn dreht.

Neben dem Fruchtbarkeitsdings. Aber auch das wird im lauf der nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte endgültig transformiert wenn wir uns nach Belieben designen statt gebären.

Wie in der Dokumentation richtig formuliert wird :

Wir sind an einem Punkt der Menschheitsgeschichte in welcher diese Träume nach Langlebigkeit und schließlich Unsterblichkeit biologisch und wissenschaftlich fundierte Grundlagen bekommen, die Biotechnologie und Zukünftige bereits am Horizont von Forschung und Ingenieurkunst, Medizin und digitaler Technologien aufschimmernden Möglichkeiten, es wird einige Wege nach Rom geben, und jeder für sich ist so spannend, das es einem den Atem verschlägt.

Der gottgleiche Mensch der Zukunft ist keine Hoffnung mehr sondern ein tausendfach belegbarer und explosionsartig wachsender Wissensleak.

Evolutionär einleuchtend. Man kann ihn kulturgeschichtlich, sozial, transpersonal, auf allen Ebenen argumentieren und beweiskräftig in den Fokus der Aufmerksamkeit schieben.

Unsterblichkeit ist nur ein Teil davon, und die Milliardäre all der neuen Wirtschaftswunder wissen und spüren das Dahinter die Antwort auf alles liegt. Wenn ich keine Eile habe, keine begrenzte Lebenszeit, können meine Planungen nachhaltiger sein, vernünftiger, emotional intelligenter, auch die Angst wird sich damit weitgehend neutralisieren lassen.

Denn planetarer Reichtum ist ebenfalls Agenda und kaum zu verhindern.

Unsere Kurzsichtigkeit verhindert meist solch visionäre Konzeption und Bereitschaft. Die Gefahren auf dem Tisch scheinen zu überstrahlen was hinter Meisterung anstehender Probleme an Eden wartet.

Vielleicht ist dies vernünftig, denn nur dadurch wird genügend Energie aufgewendet diese zu lösen.

Aber es ist gut das Unsterblichkeit salonfähig wird, das wird uns vom Kleingeist lösen, und wir werden aufhören uns auf die spirituellen Geschichtenerzähler verlassen, die etwas versprechen das sie nicht halten können. Mass Control wird ebenfalls Vergangenheit sein.

Und das berühmte werden nur die Reichen haben Argument ist ein Unzuschlüssiges :

Wie das Smartphone ist es im ureigensten Interesse der Evolution der Glückseligkeit diese möglichst Vielen und möglichst Überall angedeihen zu lassen. Auch wenn Kapitalismus in der jetzigen Form keine Zukunft hat und mit all dem anderen Höhlenmenschenbenehmen untergehen wird.

Hier bin deutlich anderer Ansicht als Kaku, der sich daran festbeißt und es als gegeben wie erstrebenswert(?) betrachtet aber in seiner Argumentationslinie vergisst das seine beschriebenen Wunder auch den ehemaligen Höhlenmenschen umcoden werden.

Von der Zukunft der Physik zur Zukunft der Psychologie, diesem gegenwärtigen Kindergarten, der nicht weiß auf was für Schätze er sich stoßen soll. Weil er genauso kleingeistig ist wie seine Studienobjekte.

Der Betrachter neigt auch dazu zum Betrachteten zu werden. Letztlich ist was wir sind was wir beobachtet haben.
( Erblicke Mietzekatzenmindfucks, Kapitel Zwölf )

Die Schönheit des Transhumanismus ist durchaus religiös, das muss akzeptiert werden. Religion und Spiritualität sind wohl eine Ahnung dessen was sein wird. Und die Interpretation der Ahnungen das eigentliche Problem. Aber dies ist natürlich auch aufs Transhumane zulässig zu spiegeln.

Wir sind keineswegs am Ende des Diskurses, er beginnt gerade.

Und wenn ich meine Recherchen in die Neunziger zurückverfolge, als ich beispielsweise über Leary und Wilson ähnliche Gedanken und Technologien kennenlernte, damals vor allem die auch in der Dokumentation erwähnte Cryonic, dann gibt es in der Gegenwart eine unvergleichlich höhere Dichte an Forschung, Investition, an Varianten das Ziel zu erreichen. Es ist lediglich zu einer amüsant als solche zu bezeichnenden Zeitfrage geworden.

Und zu einem gesellschaftlichen Umgang damit wie in all den neuen transhumanen Themenfeldern zu gelangen wird einige Zeit benötigen, wie immer sieht man an der europäischen Skepsis an den absurden Vorbehalten gegenüber der Unsterblichkeit, wie peinlich indoktriniert ein Gut teil der menschlichen Zivilisation noch lange sein wird.

Aber der alte Traum hat mehr Kraft als seine Einzäuner, als seine meist eigennützig verblendeten Hirten.

Bis in die tiefsten Täler Afghanistans, bis  in den entlegensten Dschungel, vom Inuit bis zum russischen Präsidenten jeder mag und wagt und würde das Geschenk der Unsterblichkeit nehmen, und wenn es erst auf dem Sterbebett sein mag.

Die Heilsversprechen muten uns seltsam an, sie benötigen natürlich auch die anderen vor der Tür stehenden Wunder um wirklich attraktiv zu strahlen.  Aber Immortal zu sein, ist keine Ingnoranz des Todes, keine Kompensation der Angst vor ihm, es ist das heilige Recht unseres Daseins, wir entkoppeln uns aus dem Lauf der bisherigen Ding um uns vielfältig neu zu erschaffen.

Unsterblichkeit ist auch ein Schritt zur Gottwerdung.

Und darin ist kein Frevel zu sehen, wie in den alten Sagen und Märchen. Aber dennoch sind die dort so weise vorhandenen Warnungen ernst zu nehmen.

Und ich denke meine Science Fiction will sich diesen notwendigen Reflexionen stellen, sie zeigt das Eden und Armageddon, das all die mythologischen Basen unserer Kultur und Unkultur nun an der Schwelle zur Verwirklichung sind, Gute wie Böse, aber das es gleichzeitig sein könnte, eine neue Artenvielfalt im menschlichen Sein selbst.

Wie diese Aufspaltung und Verwirrende Dynamik welche sich in den heutigen Hunderassen, alle aus dem Wolf hervorgegangen spiegelt.

So sehe ich die Sache mit der Realität. Und Nonreality ist mit Megaverse und Beyond mein Spielen mit dieser im Lichte des Morgen.

Dazu ist der Faktenreichtum nötig gewesen, den mir die heutige Wissenschaft bietet. Und wie sich Gentechnologie, Quantenphysik und die auf ihr beruhende Nanotechnolgoie, aber auch andere Bereiche gegenseitig befruchten, wie es zuerst einmal um Optimierung und Erhalt geht bis man den eigentlichen Stein der Weisen findet, das ist alles so viel mehr Wunderland als jede Zeile Carrolls es jemals war.

In manchen meiner Artikel schwelge ich lieber anstatt zu beweisen, weil ich will das der Leser sich hinwagt, seine Weltsicht auseinanderschraubt, selbst den Recherche und Reflexionsknopf in sich drückt, was die Unsterblichkeitsforschung angeht so ist es einfachst sich zu informieren, dabei zu sein wenn man will.

Die Augen zu öffnen, in jedem Gebiet der Hutmacherei oder anderer Konstruktionen, die sich wie Fruchtkörper eines weltumspannenden Myceliums allerorten aufpoppen, um wieder einmal millenialgerecht herunter zu chunken 🙂

Wenn du dich ein bisschen bemühst, ein wenig mehr als bisher bemühen, ist die Vision einer freien kreativen und würdevollen multirealen Gesellschaft näher als man es sich vorzustellen wagt. Und eigentlich sogar zu Lebzeiten erreichbar.

Kauft Googleaktien, investiert in Biotechnologie, fördert lernen und Bildung wo immer ihr könnt.

Die Dummheit ist es welche noch manchen Stolperstein birgt.

Ich zerlege gern in kleine Häppchen, aber jedes dieser Häppchen schmeckt nach dem Große ganzen, ich kann die Unendlichkeit fühlen, schaut hin und seht wie die wahren Krieger in einer weltumspannenden Gemeinschaft aus Kunst, Wissenschaft, Menschlichkeit unsere Zivilisation zu einer lebenswerten Zukunft transformieren.

Stirb aus oder sei dabei.

Macht euch klar wie absolut erstaunlich und weitreichend die Entdeckungen dieser letzten und kommenden  Dekaden sind, ob Genetischer Code, Internet oder Unschärferelation.

Macht euch klar das wir in absehbarer Zeit kein Wunderland mehr imaginieren werden sondern in solchen und ähnlichen Modellen des Seins nach Wahl und Sinnesfreude leben. Für immer wenn gewünscht.