Wenn du am Gehsteig nach unten blickst kannst du meine Kindheit riechen Wanderlust. Vom Hof aus konnte ich in einen seltsamen Park klettern und klettern konnte ich auch aus meinem  schönen engen kleinen Kerker nach oben auf einen Vorsprung, dahinter waren vergitterte Fenster.

Mir

fällt erst jetzt auf, das sich zwar Susi, die erste aller Katzen, aber nicht ich hindurchzwängen konnte. Und auch Pezi, der entzückendste aller Kater war eines Tages weg nach dem jemand einfach das Fenster ein gedroschen hatte. Um ihn zu klauen? 


Susi tauchte wieder auf in einem Nebenkellerfensterdings. Wir standen vor hier und sie mauzte etwas scheu, konnte nicht heraus, kam nicht heraus. Meine Mutter behauptete Susi hätte wohl Rattengift gefressen. Und wir gingen anstatt sie zu befreien. Ich wüsste auch nicht das eine große Problemlösung stattgefunden hätte, auch was den hübschesten Kater aller Kater betrifft. Mir wird schief schlecht.


In sechzig Jahren kann viel geschehen, meanwhile hatte ich viele Fellknäuel mehr. Ich muss auch sagen Pezi kann froh sein, weil ich war ein seltsames Kind und nur bedingt nett zu ihm, ich quälte ihn unbewusst und mir brachte auch niemand bei es sein zu lassen. Er hatte eine Dauerbindehautentzündung und ich putzte ihn mit wahrscheinlich meist dreckigen Fingern immer wieder die Augen. Hielt ihn fest dabei, im extremsten Psychogriff. Wie auch oftmals vor lauter Liebe bis spät in die Nacht. 


Es gibt Prüfungen für Hundehalter, Waffenbesitz, Automobile. Kinder scheinen so gesehen weniger wert. Jeder darf sie werfen. Und ich möchte wertfrei bleiben, nur hinterfragen, ob es nicht eine Ausbildung darin geben sollte und wesentlich mehr sinnvolle Unterstützung, denn das ist kein Phänomen der vergangenen Zeiten oder einer Gesellschaftsschicht. 


Nun, eines Tages rannte ich einem Ball nach über diese Gartengasse, in welcher ich keine Gärten gibt, und ein Auto raste, im Nachhinein mit Sicherheit viel zu schnell, es wäre gut gewesen damals bereits Smart Citys zu haben, eine Welt ohne Recht auf absurden Individualverkehr.

Und Petzi wäre auch nicht gestohlen worden mit all den Kameras und Drones and Robot Police. Also ich rannte und ich denke ich renne immer noch, Bremsen quietschen. Vielleicht starb damals eines meiner Katzenleben. Ich träumte kurz davor oder kurz danach vom selben Erlebnis. Der Tod fühlte sich warm und gemütlich an.


Ich blieb aber in jenem Keller in dem man meine Großmutter damals abgeschoben hatte mit ihrer Tochter weil sie etwas leicht zu übervorteilen war. 


Das Haus in der

Alberstraße

an sich in durchaus lebens und liebenswert, diese Altbauwohnungen die wirklich etwas her machen können. Die riesige große braune Holztür hatte viele Jahre sogar noch einen ebenso riesigen altmodischen Eisenschlüssel. Und ganz ehrlich St.Leonhard ist einen Stadtteilführer wert. 


Mit Geidorf zusammen, und Gries und Lend, ich denke alle sollten als eigene Städtchen gesehen, das Thema habe ich schon irgendwo angeschnitten.


Und während 30 Jahre früher der Trockner im Studentenwohnheim  trommelt und ich unbedingt wieder eine Katze haben will und es sehr mag wenigstens im vierten Stock zu wohnen. Wie ich es heute genieße einfach nur noch ein Hausflugzeug zu haben, was um 2050 nicht so dekadent ist wie es manchem Leser vielleicht erscheinen mag. 


Eigentlich Seher weil 2080 Algorithmen und KI der

Akasha Cloud

so mächtig geworden sind das sie das Szenarium das ich erinnere anhand minimalster Datenmengen nahezu perfekt simulieren kann.

Ich entdecke nur für andere völlig irrelevante Fehler in den Texturen oder den einen oder anderen Vereinfachungsgrad. Die Frau Rath war meine Nachbarin im Keller. Auch die sind dann raus, der Herr Rath hat ihr ein Haus gebaut irgendwo.

Die  beiden habe ich nicht gedacht, die KI hat sie selbstständig eingefügt in der Erinnerung in dem sie auf die vorhandene Big Data aus verschiedensten Quellen zu griff. Haus mit Garten. Im Grunde wird gerade von Akasha die Erinnerung verbessert. geile Scheiße. Sie kann das natürlich auch therapeuthisch wenn man sie dementsprechend instrumentalisiert.

Erinnerungen verändern 6.0



Manchmal saß ich bei ihnen in der anderen Hälfte der eigentlich einmal eine Ganze gesamte gewesenen Wohnung. Da gab es eine zu tapezierte Zimmertür in der kleinen Küche, in der Großmutter auf dem Bett schlief. So einer Bettbank mit bunten altmodischem Muster aus den Sechzigern. 

Und ganz viel Keller überall.

Die Kellerkinder sind da.

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