Hutmacher
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einer dieser planetaren Witze, deren doppelter Boden, durchaus interessant als Shopping Guerilla, als jemand der die Verarschung der Konsumenten umkehren will, aber desto mehr freut es mich längst immunisiert zu sein.

Ich genieße, betone Qualität, aber bemühe mich um eine Achtsamkeit und wurzle in gesundem, ausbalanciertem

Minimalismus.


Die Hutmacherei ist in all dem eine durchaus an Geschäft und Erfolg interessierte nachhaltige Tempelhure, welche den Finger auf grün blutende Wunden legt bevor sie verbindet.

Aber jedes Produkt, jede Idee, jeder Affilatelink, jede Restaurantkritik und jeder Gutschein, alles was als Fundstück oder alchemistisches Neuerschaffen im bald zu eröffnenden Shop landet muss durch diese kritische und bewusste Mühle, die Zeit der Schönfärberei weicht einem Dialog wo Möglichkeiten bestehen und wo sie auch wahrgenommen werden.


Als Beispiel übergebe ich Fragezeichenpeople immer die Vegane und Biologische Idee. Grundsätzlichkeit großartig, in der Ausführung viel mangelhafter als es sein müsste, aber wie in der Welt von der man sich unterscheiden möchte wird ebenfalls totgeschwiegen und ausgeredet.

Die ganzen Siegel etwa, die Beleidigung und Verarschung namens

“Super Food”

Hunger stillender Pseudoedelreis um unverschämte Summen.




Bio ist erfolgreich wie Luxus und damit anfällig geworden, Vegan zusätzlich noch völlig von der Rolle geratene Komplexität, umso mehr man hinter den Vorhang blickt, desto problematischer wird die Geschichte , die man hier zu erzählen versucht.



Nicht im Sinne einer grünen Lüge, Green Washing, erste Nachhaltigkeiterfolge im Big Business. Das ist die eine andere ebenso wichtige Baustelle.

Foodwatch, Ökotest, Konsument, das sind erste wichtige Schritte, die allerdings wie vieles Brauchbare gebündelt und verfeinert wirksamer wären. Hier wider-rum fehlt es an Phantasie und Mut.

Weshalb keine App programmieren, welche Kunden über den Strichcode und noch zu schaffenden Datenbanken und Algorithmen eine Art

EcoScore

oder die realen Kosten inklusive Marge und Lohnkosten der Produzenten aufzeigt.

Den Schleier lüftet. Auch das Mäntelchen der Biobranche natürlich. Die keinesfalls mein Hauptangriffsziel ist wie ich immer wieder betonen muss 🙂



Es ensteht eine gefährliche Grauzone, es braucht mehr Kontrolle und Bereitschaft dazu. Wie es gesamt gesellschaftlich ebenfalls neuer Mechanismen bedarf. Solange vieles am Lagerdenken und Bubbleinzest scheitert, wird sich alles etwas zu langsam positiv verändern.

Ich bin beeindruckt wie wenig unter diesen Prämissen von meiner Lust auf Shopping bleibt, fair, nachhaltig, leistbar, dazu noch schön und ein gutes Investment.



Robin Hood geht in Lauerstellung, selbst die diversen Geiz ist geil und Preisvergleichsseiten sind aus den guten Ansätzen zu Huren ihres eigenen Aufstiegsglücks geworden. Hier ist der Hebel, vor der zweiten Finanzierungsrunde, vor dem Börsengang. Der Hebel ist einer des Charakters. Und die Geldflüsse sind nicht unumkehrbar, das soziale Element besitzt beste Chancen auf eine glorreiche Zukunft. 



Auch nicht Webprojekte oder Start Ups betreffend, die Gegenwart ist unweigerlich durchgedrehtes Wow, wo sind wir denn?wer versteht das noch?, aber dankenswerter Weise explodiert gerade die Welt und aus ihren Bruchstücken ist selbstverständlich ein absolut brauchbares Morgen möglich.

Mit sich auf den gestalttherapeutischen Schultern klopfendem Halbmut humanistischer Selbstbeweihräucherung wird dieses bessere Morgen allerdings scheitern.

Griffigkeit, tabulose wissenschaftliche Bereitschaft. Big Data endlich einzusetzen, Dinge ansprechen, hart, aber herzlich sozusagen. Populistisch bunte Unkorrektheit für die ewige Jugend.

Es ist eine abgefahrene, interessante, verflucht komplizierte Epoche, aber mit den erstaunlichsten und atemberaubendsten Chancen die eine Spezies mit Selbsterhaltungstrieb haben kann. 


Ich habe also meinen Echo abbestellt und fördere lieber Solarenergie in Afrika. Vorschlag wäre ein Planet Day, in dem all diese Grassroots and Worldwide Activites gefördert werden. In die selbe Richtung den Konsum umzulenken zielt ja auch One Drink Less. 


Und auch beim Consumer-Business ist eigentlich jeder einzelne Part und Markt fähig positiv und Nachhaltigkeit zu sein. Warum nicht ein Uber schaffen das seinen Fahrern und Kunden gehört und dessen Überschüsse für ähnliche Projekte zweck gewidmet sind. 


Für Games, Technik, für alles was ist kann man mit einfachen Solutions Open Source Business schaffen. Was aber zuvor nötig sein wird ist die Grenzen aufzuweichen, Schubladendenken zu minimieren, bei allem genauer hinzusehen und sich der ganzen kognitiven Problematiken bewusst und mit dem dafür nötigen Support zu entziehen.

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